Wir im Westen haben ein grundsätzliches Problem: Die christliche Kultur. Das ist polemischer Unsinn. In der christlichen Kultur gibt es die Erbsünde. Was auch immer passiert, was auch immer du tust – du bist Sünder. Du hast noch nicht mitgeschnitten, weswegen es u.a. die Reformation gab und die evangelischen Glaubensrichtung sich bildete?! Glücklich sein, kannst Du nur wenn du erlöst bist. Und zwar im Himmel, im Paradies. Vorher musst du aber durch das irdische Jammertal. Das ist weder bei den Juden noch im Islam anders. Beide regulieren das Leben mit ihren domgatischen Vorschiften sehr stark und verweisen auf den “Himmel” nach dem Tode. Der Hinduismus mit seinen Kastensystem schafft auch nicht gerade glückliche Menschen, sondern viele Probleme und Armut. Dummerweise gibt es Menschen, die trotzdem glücklich sind. Aber (sinngemäß so habe ich es mal in einer Kirchen-Predigt gehört). Dagegen hat keine Kirche was. “Diese Menschen haben ihren Lohn bekommen – und können keinen Lohn mehr im Himmel bekommen. Daher ist es besser auf der Erde unglücklich zu sein und himmlische Früchte zu erben”. Da glaube ich Dir so nicht, oder Du hast was falsch verstanden. Bestärkt wird das ganze dann durch Zitate von angeblichen Jesus-Sprüchen. Etwa “Seelig sind die Leidenden, sie werden gestärkt werden, seelig sind die Traurigen, sie werden getröstet werden”. Selig sind die geistig Armen, denn ihnen ist das Himmelreich. Im Buch “Illusionen” von Richard Bach steht (sinngemäß) “Gott war nach Illinois gekommen. Die Menschen kamen und sahen und sprachen zu Gott. ‘Gib uns eine Aufgabe. Was auch immer du verlangst, wir werden es tun’. Da sprach Gott zu den Menschen ‘Seit glücklich’. Und die Menschen wurden sehr traurig, drehten sich um und gingen weg von Gott”. Das ist aber eher eine Aussage über den Menschen, als über das Christentum. Scheiß Christentum. Scheiß Pauchalurteilende.

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