Der Begriff Christentum bezeichnet die nach Anzahl der Gläubigen am weitesten verbreitete Religion der Erde und in Ausnahmefällen die Gesamtheit ihrer Anhänger, der Christenheit.
Sie gehört zusammen mit dem Islam und dem Judentum zu den abrahamitischen Religionen. Das sind jene Religionen, die sich auf den Stammvater Abraham beziehen, der für das Christentum im Alten Testament der Bibel belegt ist.
Grundlage und namensgebend für das Christentum sind die Lehren des Jesus von Nazareth. Dieser eigentlich jüdische Wanderprediger wurde von seinen Anhänger Christus genannt, was “der Gesalbte” bedeutet und auf seine Rolle als Messias hinweist. Darüber hinaus gilt er als Mensch gewordener Sohn Gottes.
Grundlage der Lehre ist die Bibel, die heilige Schrift dieser Religion. Sie gliedert sich in zwei Teile, das Alte und das Neue Testament. Ersteres fußt maßgeblich auf dem Tanach, der heiligen Schrift des Judentums, aus dem heraus sich das Christentum entwickelte. Dagegen ist das Neue Testament eine über die Zeit gewachsene Ansammlung von Erzählungen über das Wirken Jesu und belehrenden Briefen. Dort findet sich außerdem mit der Nächstenliebe ein zentrales Thema des christlichen Glaubens.
Das Christentum wirkte über mehrere Jahrhunderte auf Europa und ist aufs Engste mit dessen Geschichte verknüpft. Unter anderem durch die Beeinflussung von Kunst und Architektur, aber auch von Wissenschaft und Philosophie ist es zu einer der bedeutendsten Säulen abendländischer Kultur geworden.
Der Begriff Christentum steht außerdem für die Institutionen der christlichen Religion und vereinigt in sich die verschiedenen Richtungen des Glaubens, die auch als christliche Kirchen bezeichnet werden. In der rund zweitausendjährigen Geschichte des Christentums kam es zu mehrfachen Spaltungen aus theologischen wie auch politischen Gründen, die dazu führten, dass es heute mehrere Konfessionen gibt. Diese lassen sich in einige Hauptgruppen unterteilen, welche sich wiederum in viele kleine Sparten aufteilen. Die wichtigsten Richtungen sind die Ostkirchen wie beispielsweise die orthodoxen Kirchen, die katholischen Kirchen, vor allem die römisch-katholische Kirche, und die evangelischen Kirchen.
Die meisten Anhänger des Christentums leben traditionsgemäß in Europa. Doch ist sie prozentual in Nord- und Südamerika stärker vertreten. Weiterhin bekennt sich ein großer Teil der afrikanischen Bevölkerung zum Christentum und auch in Asien nimmt die Zahl der Gläubigen zu.
Das Handeln gehörte natürlich auch zum Christentum. Die Warenkunde der Christen waren im Mittelalter sehr fortgeschritten und konnten damit, wie zum Beispiel England bis nach Indien reisen.
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