Was bedeutet Hinduismus?
Der Hinduismus ist neben Christentum und Islam eine der drei größten religiösen Gemeinschaften. Seine größte Verbreitung hat der Hinduismus in Asien, wo auch sein Ursprung liegt. Aus Indien stammend verbreitete er sich aber auch in andere Länder auf dem asiatischen Kontinent. Doch anders als die beiden anderen Weltreligionen geht der Hinduismus nicht auf einen bestimmten Gründer zurück. Hier zeigt sich, dass es den Hinduismus an sich gar nicht gibt, dass er viel mehr ein Sammelbegriff für verschiedene Glaubensrichtungen insbesondere in Indien ist. Im Mittelpunkt dieses Glaubens steht der „Hindu“ – was nichts anderes als „Mensch“ bedeutet. Daher ist es nicht weiter verwunderlich, dass der Hinduismus nicht nur religiöse, sondern auch gesellschaftliche Aspekte hat. Der wohl bekannteste gesellschaftliche Aspekt ist das Kastensystem. Hindus glauben, dass jeder Mensch von Geburt an einer Kaste zugeordnet ist und diese auch nur schwer verlassen kann. Zu Lebzeiten ist dies gar nicht möglich – sehr wohl aber durch Wiedergeburt. Und genau dieser ständige Kreislauf von Geburt, Leben und Wiedergeburt ist es, der den Hinduismus prägt. Er wird Samsara genannt. Ein echter Hindu ist nur der, der in eine Hindufamilie hineingeboren wird. Wer das nicht wird, dem unterstellt man ein schlechtes Karma. Denn ob ein Hindu als Mensch oder als Tier wiedergeboren wird und zu welcher Kaste er als Mensch gehören wird, hängt von seinem Karma ab. Karma wird durch die Ursachen und Auswirkungen des eigenen Handelns beeinflusst. Yoga spielt hierbei eine große Rolle – es soll dem Praktizierenden zu persönlicher Erkenntnis führen und ihm so die Möglichkeit geben, für ein möglichst gutes Karma zu sorgen. Die Übungen sollen dafür sorgen, dass der Mensch im Einklang mit der „göttlichen Kraft“ Brahman steht. Brahman ist die Kraft, die die Welt beseelt und alles Lebendige beeinflusst.
Doch das ist einer der wenigen Punkte, in denen alle Hindus sich einig sind. Der Glaube selbst ist nämlich sehr vielfältig – es gibt monotheistische Richtungen, aber auch Gruppen, die an viele Götter glauben. Vishnu, der Gott der Güte, und Shiva, der Zerstörer sind die wohl bekanntesten.
Jede Gruppierung und Glaubensrichtung innerhalb des Hinduismus hat andere Gelehrte und spirituelle Anführer, anderen Schriften, auf die man sich beruft. Einzig die Veden werden von allen Hindus als Grundlage des Glaubens akzeptiert. Vermutlich existierten die Texte bereits um 1200 vor Christus, wurden aber viele Jahrhunderte nur mündlich überliefert. Erst etwa im 5. Jahrhundert nach Christus wurden vereinzelt Texte auch niedergeschrieben. Doch bis heute sind die geistigen Führer und Priester – Brahmanen genannt – skeptisch, was die Aufzeichnung der Texte betrifft. Menschen würden geschriebenen Worten nicht so aufmerksam folgen, wie gesprochenen, sind ihre Befürchtungen. Außerdem glauben sie, dass das Aufschreiben der Texte zum Vergessen beiträgt – was geschrieben ist, muss nicht erinnert werden.
Eins ist aber fast allen hinduistischen Gruppierungen gemein: Rituale und Spiritualität spielen auch im Alltag eine wichtige Rolle.
Hinduisten konnten mit dem Begriff Warenkunde nur wenig anfangen, denn sie sind ähnlich wie die Buddhisten. Sie brauchen kein anderes Wissen. Sie denken sie haben alles und haben es nicht nötig ihre Warenkunde weiter fortzubilden, was natürlich sehr schade ist.
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