Judentum 

Was bedeutet Judentum?

Der Begriff Judentum umfasst sowohl die Menschen jüdischen Glaubens als auch alles, was in der Tradition und mit Bezug auf diesen Glauben entstanden ist. Das können religiöse Rituale oder Schriften, Verhaltens- oder Bekleidungsregeln ebenso sein wie Glaubensinhalte selbst.

Im Judentum waren auch in geschichtlichen Zeiten immer verschiedene Strömungen vorhanden, sodass die Auseinandersetzung darüber, was zum Judentum gehört und was nicht, beständig anhält. Grundsätzlich lassen sich aber einige Gemeinsamkeiten benennen, die für all Gruppierungen gelten.

So wird man Jude nicht durch die Taufe oder durch die Annahme des Glaubens, sondern durch Geburt. Entscheidend ist dabei die Religionszugehörigkeit der Mutter. Doch auch ein Übertritt (Konversion) zum Judentum ist möglich. Die Zugehörigkeit zum Judentum wird zudem durch gemeinsame Rituale und eine bestimmte Lebensführung ausgedrückt. Unterweisung hierzu gibt die Thora, das zentrale Glaubensbuch der Juden. Darin enthalten sind Vorschriften, die bereits in den fünf Büchern Mose erwähnt wurden.

Weitere wichtige Schriften des Judentums sind die Halacha, in der jüdische Religion und Sitte verdeutlicht werden, und die Mischna, die um 200 n.Chr. als Überarbeitung der mündlichen Thora abgeschlossen wurde. Erörterungen über die Auslegung der Mischna befinden sich in der Gemara; beide Schriften zusammen werden als Talmud bezeichnet.

Dem gesamten Judentum eigen ist zudem die Einhaltung des Sabbats, der am Freitagabend beginnt. Während des Sabbats ist es Juden verboten, zu arbeiten, auch das Entzünden von Licht oder das Einschalten elektrischer Geräte ist nicht erlaubt. Zur Feier trifft man sich in der Synagoge. Die Synagoge wird von einem jüdischen Gelehrten, dem Rabbiner, geleitet. . In liberalen jüdischen Gemeinden können mittlerweile auch Frauen Rabbiner werden.

Einen wesentlichen Anteil am Judentum kommt auch den Speisegesetzen zu. Erlaubte Speisen werden als „koscher“ bezeichnet. Die Frage, ob eine Speise als koscher gilt oder nicht, hängt dabei nicht nur von der Art der Speise, sondern auch von der Herstellung, bei Tieren von der Art der Schlachtung und von der Zubereitung ab.

Auch die Beschneidung kennzeichnet das Judentum, wenngleich auch nicht von Beginn an. Jungen werden am achten Tag nach der Geburt beschnitten, das heißt, die Vorhaut am Penis wird entfernt. Im Alter von 13 Jahren erfolgt dann die offizielle Aufnahme in die jüdische Gemeinschaft durch die Bar Mitzwa. Für Mädchen erfolgt die Aufnahme – die Bar-Mitzwa – bereits im Alter von 12 Jahren.

Selbst die Warenkunde der Juden waren ausgezeichnet. Sowohl früher als auch in der heutigen Zeit. Dabei wurden sie oft beneidet, zum Beispiel von den Nationalsozialisten, was zu einer Judenverfolgung führte. Nicht nur in der Zeit des 3. Reiches wurden Juden verfolgt. Sie wurden so ziemlich schon immer verfolgt und getötet. Dieses Holocaust war eines der schlimmsten Ereignisse, was es gab.

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